Voraussetzungen

Für die Zulassung zur Aufbauausbildung sollten folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Eine abgeschlossene Ausbildung bei einer von der Landeskirche anerkannten diakonisch-missionarischen Ausbildungsstätte hier,

  • ein nach den Richtlinien der Evangelischen Landeskirche in Württemberg absolviertes Anerkennungsjahr,

  • und eine Anstellung mit einem Umfang von mindestens 50 % insbesondere im Bereich der Evangelischen Jugend- und Gemeindearbeit.

Die Aufbauausbildung kann auch von Personen absolviert werden, die derzeit nicht in Württemberg arbeiten. Die Kosten für diese Personen übernehmen in der Regel deren Anstellungsträger. Es bedarf der Absprache mit dem Evangelischen Oberkirchenrat Stuttgart sowie der Zulassung durch diesen. 

Abschluss

Die Aufbauausbildung endet mit der Zweiten kirchlichen Dienstprüfung. Mit bestandener Prüfung wird dieser Ausbildungsgang zur Diakonin oder zum Diakon innerkirchlich der Regelausbildung an der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg gleichgestellt (vgl. Diakonen- und Diakoninnengesetz vom 23.10.1995, § 3 Absatz 4).

Mit der Berufung zur Diakonin bzw. zum Diakon erwerben die Absolventen der Aufbauausbildung die Anstellungsfähigkeit in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg als Diakonin bzw. als Diakon und können dann unbefristet angestellt werden. 

Finanzierung

Die Kosten für die Kurse und die Unterbringung in Ludwigsburg sowie Teilkosten der Supervision und der Fortbildungstage übernimmt größtenteils die württembergische Landeskirche. Die Anstellungsträger werden gebeten, die weiteren Kosten sowie die Fahrtkosten zu den Kursen, zu den Sitzungen der Supervision und den Fortbildungstagen zu übernehmen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bezahlen für die Verpflegung einen Eigenanteil von 10 € pro Kurstag ("häusliche Ersparnis"). Für nicht in Württemberg angestellte Personen gelten andere Regelungen (siehe oben).

Bewerbung

Die Bewerbung zur Aufbauausbildung erfolgt über den Anstellungsträger beim Evangelischen Oberkirchenrat in Stuttgart. Jährlich werden in der Regel fünfzehn Personen zur Aufbauausbildung zugelassen, die für die Zeit der Ausbildung eine feste Kursgruppe bilden. Die Zulassung spricht der Oberkirchenrat aus. Bewerbungen, die nicht zum Zug kommen, werden in der Regel ein Jahr später vorrangig berücksichtigt.

Der Bewerbungsschluss ist jeweils der 31. März eines Jahres. Start eines Kurses ist üblicherweise im September.

Die Bewerbungsunterlagen bestehen aus

  • dem ausgefüllten Bewerbungsbogen,
  • der Bescheinigung über den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung an einer anerkannten diakonisch-missionarischen Ausbildungsstätte
  • und der Bescheinigung eines nach den Richtlinien der Evangelischen Landeskirche in Württemberg durchgeführten Anerkennungsjahres.

Die Unterlagen sind an folgende Adresse zu senden:
Evangelischer Oberkirchenrat, Referat 2.2.1., Postfach 101342, 70012 Stuttgart.